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Co-Abhängigkeit entsteht im Zusammenleben bzw. in der Zusammenarbeit mit suchtkranken Menschen

Co-Abhängigkeit ensteht durch das Zusammenleben oder die Zusammenarbeit mit suchtkranken Menschen und bedeutet für die Angehörigen bzw. Chefs, Kollegen oder Mitarbeiter in letzter Konsequenz den Verlust des eigenen Selbst, der eigenen Gefühle und gesunder Grenzen. Durch die Verleugnung der Realität aller handelnden Personen im Suchtsystem schreiten die Destruktivität, das gegenseitige Benutzen und die ungesunden Abhängigkeiten unbewusst voran. Erfolg, Authentizität oder Erfüllung bleiben auf der Strecke.

Co-Abhängigkeit ist eine emotionale Seuche, die dann entsteht, wenn wir mit einem suchtkranken Menschen zusammenleben. Mit "Sucht" meine ich hier sowohl Substanzsüchte wie Alkohol-, Drogen-, Zucker-, Nikotin-, Koffeinsucht wie auch Verhaltenssüchte wie Kontrollsucht, Militantismus, Sexsucht, Romanzensucht, Kauf-, Spiel- oder Arbeitssucht.

 

Sucht ist ein Überlebensmechanismus der Seele, der sich entwickelt, wenn die seelischen Schmerzen zu viel geworden sind und man sich anders nicht mehr zu helfen weiß, um die Überwältigung, Hilflosigkeit, Ohnmacht, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit nicht fühlen zu müssen.

 

Der Suchtkranke wird zu einem selbstbezogenen, sich und die Welt hassenden, manipulierenden, kontrollierenden, verleugnenden, beziehungsunfähigen Menschen, der seine Angehörigen dazu braucht und benutzt, seine Sucht ausleben zu können. Oft äußert sich der suchtaktive Mensch als Narzisst.

 

Co-Abhängigkeit ist der Versuch, die Sucht des anderen zu kontrollieren, dem Suchtkranken zu helfen und sie höhlt den Co-Abhängigen innerlich aus, weil er nur noch auf den Suchtkranken bezogen ist. Co-Abhängige entwickeln eine Reihe von Verhaltensweisen und Einstellungen, die dem des Suchtkranken mehr und mehr ähneln, die ihre Beziehungen, ihre Gesundheit, ihren Erfolg und ihre Finanzen beeinträchtigen. Co-Abhängigkeit ist meiner Erfahrung nach zu einer Volksseuche geworden. Sie lebt von der Verleugnung der Sucht und wird am Ende selbst zu einer Sucht.

 

Es gibt eine Lösung.

Ich bin den Weg aus meiner alkoholkranken Familie und meinen eigenen Überlebensmechanismen hin zur Genesung gegangen, den Weg zu Erfüllung und Erfolg.

 

Ich will allen, die sich in diesen Zeilen wiederfinden, Hoffnung machen, wieder gesunde, ebenbürtige, liebevolle und wahrhaftige Beziehungen zu leben, sich sicher, geborgen und wohl zu fühlen und das eigene Leben als erfolgreich und sinnvoll zu gestalten und zu erleben.


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