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Alkoholismus raubt Kindern ihre Kindheit

Ein alkoholisches Familiensystem erlaubt keine sichere, geborgene und natürliche Entfaltung der Kinder, da sie ihre Fähigkeiten und Kräfte einsetzen müssen, um das System zu stützen und den Nöten und Bedürfnissen bzw. der Kontrolle der Eltern zu entsprechen.

Das Aufwachsen in alkoholkranker (oder anders dysfunktionaler) Familie raubt uns unsere Kindheit.

 

Wir haben keine Möglichkeit, unbeschwert, forschend, neugierig oder spielerisch uns selbst und die Welt zu erfahren.

 

Wir sind dazu verurteilt zu funktionieren, es dem süchtigen Elternteil und dem co-abhängigen Elternteil recht zu machen, zu gefallen und die Verantwortung der Erwachsenen zu übernehmen. Das ist viel zu viel für ein Kind. Wir sind nicht gesehen, angenommen und geliebt.

 

Wir leisten und kämpfen, um das fragile, unehrliche, oft gewalttätige und missbrauchende System aufrechtzuerhalten. Wie alle anderen Familienmitglieder verleugnen wir, was wirklich los ist und wie wir uns fühlen. In uns vergraben wir die Ohnmacht, den Schmerz des Verlassen-Seins, des Ungeliebt-Seins, die Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung.

 

Wir sind „Erwachsene Kinder“.

 
Das muss nicht so bleiben. Heute als Erwachsene können wir liebevolle Beziehungen, angemessene Verantwortung für uns und andere und eine gesunde, erfüllende Selbstliebe erlernen und leben und brauchen nicht länger emotional "kleine Erwachsene" zu bleiben, die von ihren Kindheitsverletzungen im Erwachsenenleben (besonders in ihren Beziehungen) immer wieder überwältigt werden.


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