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Co-Abhängigkeit und Spiritualität

Die Trennung von unserem wahren Selbst in der Kindheit durch Eltern bzw. Bezugspersonen, die selbst keine Verbindung zu ihrem gesunden (wahren) Selbst haben, bringt uns in ein spirituelles Vakuum, das wir duch Menschen, Substanzen oder Verhaltensweisen auszugleichen versuchen. Ein Vorhaben, das zum Scheitern verurteilt ist.

Das grundlegende Thema, warum wir überhaupt co-abhängig werden ist ein spirituelles. Wir sind als beseelte Geschöpfe mit Bewusstsein, Gewissen und freiem Willen ausgestattet. Diese geistigen Qualitäten sinn- und liebevoll für uns zu nutzen ist uns nur möglich, wenn wir in Verbindung mit unserem wahren Selbst sind.

 

Mit erwachsenen Menschen zu leben, die keine oder kaum eine Verbindung zu ihrem wahren Selbst haben, weil sie aufgrund ihrer eigenen Verletzungen aus ihren Überlebensmechanismen leben, trennt uns schon in der Kindheit innerlich von uns selbst.

 

Wir werden von unseren Gefühlen, unserer Intuition und unserer natürlichen Spiritualität, die sich an unsere liebende, höhere Macht erinnert, getrennt. Diese Trennung von unserer Seele, die sich immer an ihren Schöpfer erinnert, diesen vollkommenen Geist, der die Wahrheit, die Liebe und das Leben ist, erzeugt in uns Angst, Abhängigkeiten, Ohnmacht und Hilflosigkeit.

 

Durch diese Trennung und das damit verbundene Leben aus unserem Überlebensmodus bringt und als Erwachsene dazu, Substanzen, Verhaltensweisen oder Menschen zum Ersatz für diese liebende, höhere Macht (die ich Gott nenne) zu machen.

 

Wir suchen Liebe, Wohlgefühl, Geborgenheit, Lebendigkeit oder Sinn in oder durch einen anderen Menschen, Substanzen oder Verhaltensweisen. Bezogen auf eine Beziehung ist das zum Scheitern verurteilt, weil ein Mensch diese Erwartungen und Wünsche nicht erfüllen kann. Ebenso wenig können Drogen, Nikotin, Alkohol, Medikamente, Koffein, Romanzen, Sex, Arbeit, Besitz, Geld oder Macht diese innere Leere und Angst füllen.

 

Die Rückverbindung zu unserem wahren Selbst ist gleichzeitig der Weg der Rückverbindung zu unserer liebenden, höheren Macht, weil der höhere Teil unseres wahren Selbst immer mit Gott verbunden ist.

 

Dort sind immerwährende Verbundenheit, Freude, Liebe, Geborgenheit und Wonne. Dort – in der Beziehung und im täglichen Leben mit Gott – sind Fülle und Kraft ohne Ende. Dort erfüllen sich alle unsere Wünsche, die Herzens- und Seelenqualität haben und unser Leben mit Sinn und Erfüllung beschenken.

 

Diesen Weg zu gehen lohnt sich, auch wenn er langwierig und manchmal anstrengend ist, weil unsere Überlebensmechanismen ihre Berechtigung und Aufgabe nicht verlieren wollen und uns laufend einreden, ohne sie würden wir „sterben“ und es sei gefährlich, vom Überleben zum Leben zu kommen.


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